Read Wenn alles egal ist by Andrea Mohamed Hamroune Online

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Kann es sein, dass, wenn man alles f r egal h lt, erst richtig merkt, was wichtig ist Ist es immer wichtig, alles richtig zu machen oder ist, etwas falsch zu machen, genau das, was dem Leben die richtige W rze bringt Nun, ich hab zwar viel entdeckt, was egal sein k nnte, musste aber feststellen, dass es Sinn macht, mal wirklich zu erkl ren, was wichtig ist.Vielleicht hab ich die Welt verstanden oder die Welt erkl rt Das Wichtigste ist jedoch zu wissen und auch zuzulassen, dass man fehler macht Ich komme jetzt mit einem Augenzwinkern Regt Euch auf oder nicht Mir doch egal...

Title : Wenn alles egal ist
Author :
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ISBN : 3744883744
ISBN13 : 978-3744883740
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Books on Demand Auflage 1 2 Oktober 2017
Number of Pages : 140 Seiten
File Size : 888 KB
Status : Available For Download
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Wenn alles egal ist Reviews

  • Andrea Mohamed Hamroune
    2019-05-01 16:22

    Bevor ich mich dem Inhalt widme, betrachte ich das Cover und lass alles auf mich wirken: Der Titel sagt rein gar nichts darüber aus, was einen erwarten könnte. Wenn Worte schmecken können, dann schmeckt der Titel nach Aufgeben und Bitterkeit, aber auch Provokation. Dafür kenne ich nämlich die Autorin zu gut, als dass es ihr ums Aufgeben gehen würde. Eher nach Provokation. Das zeigt auch, dass ihr Familienname absichtlich auf dem Kopf und in roter Farbe hervorsticht. Auch die ISBN-Nummer auf der Rückseite steht auf dem Kopf.Das Titelbild zeigt einen Schmetterling mit orange-gelben Flügeln, wobei ein Flügel in Flammen steht. Das ist ein sehr interessantes Bild. Mal sehen, ob ich beim Lesen herausbekomme, was sie sich dabei gedacht hat.Der Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt mir eine Menge Kapitel an, die meistens „Wenn …. egal ist“ lauten und sich dahinter viele Begriffe aus dem alltäglichen Leben aufgliedern, z.B. das Schreiben, Kinder, Gesundheit, Arbeit, Tiere, der Glaube, Krieg, Kosmetik, Mode usw. Einfach alles. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich alles mit dem Wort egal verbinden und doch zu einem roten Faden einfügen lässt. Auf bestimmte Kapitel, die mich am meisten ansprechen und fühlen lassen, meinen Geist anregen, werde ich ein wenig näher eingehen.Im Buch gibt es eine Menge Fragen. Kann einem die Welt egal sein? Was kann einem egal sein? Was hat Bud Spencer mit Handys zu tun? Oder ein auf dem Kopf stehendes Kapitel mit Neuanfang? Was ich zugegeben ziemlich witzig und ideenreich finde.Die Autorin führt in schonungsloser Offenheit mit ihren Ansichten durch die Kapitel und zeigt, warum etwas egal ist oder warum nicht. Das Buch ist aufwühlend, es trifft ganz viele verschiedene Emotionen. Mal bin ich erheitert und muss über ihre Worte lachen, mal verspüre ich Gänsehaut und einen dicken Kloß im Hals. Grenzenlose Ernsthaftigkeit, die ins Herz dringt, insbesondere im bewegenden Kapitel „Wenn es egal ist, dass jemand stirbt“. Oder das Kapitel „Wenn Kinder egal sind“, lässt mich darin bestärken, mich weiterhin intensiv oder gar intensiver um mein Kind zu kümmern. „Unsere Kinder werden die zukünftigen Eltern sein und wir, die jetzt Eltern sind, werden eines Tages alt und grau sein.“ Das dürfen wir nicht vergessen. Ihre Worte animieren, unterhalten, treffen in die Seele. Die Worte über das letzte Kapitel „Wenn mir Krieg egal ist“, deprimieren mich etwas und hinterlassen einen bitten Beigeschmack. Wäre am Ende etwas Heiteres besser gewesen?Dieses Buch ist eine wunderbare Mischung aus Bildung, Unterhaltung und Persönlichem. Gekonnt lässt sich dies in den Kapiteln, in denen Tiere und Essen „egal“ sind, feststellen. Zum Thema Essen ein Beispiel:  „Mich wundert nur, dass in Ländern, in denen die Familien Tierwirtschaft betreiben, es diese Anomalie wie Lactoseintolleranz nicht gibt. In Algerien kommt die Milch aus dem Euter und genauso auf den Frühstückstisch. Wenn man den Menschen in Algerien etwas von Lactose erzählen würde und das geht nicht, dann würden die mit einem Fieberthermometer kommen. … “ Ein herrliches Statement! So geradeheraus und ehrlich und dass eben bei uns ganz viel verkehrt läuft. Und das nicht nur beim Essen.Traurigkeit empfand ich beim Lesen des Kapitels „Wenn Blumen egal sind“. In diesem Fall verstehe ich, dass Blumen egal sind. Das wiederum bringt mich zu dem Gedanken, dass man niemanden vorverurteilen soll, wenn einem lediglich ein Fakt bekannt ist. Aber eben nicht die Geschichte dahinter. Und das ist doch das Interessante, das macht den Menschen zum Menschen.Da dieses Buch sehr persönlich ist, ist es auch eine Abrechnung. Mit wem? Das verrate ich nicht. Darauf könnt ihr gespannt sein. Und es zeigt, dass es sich lohnt, achtsam zu sein. Sich selbst gegenüber und auch anderen.Diese Zeilen sind ein wunderbares Plädoyer dafür, dass man ruhig öfter aus der Reihe tanzen sollte und vor allem, dass man Fehler machen darf und wirklich nicht immer alles richtig machen muss. Dazu gehört viel Mut. Und Selbstbewusstsein. Und da schließt sich der Kreis, denn wer Selbstbewusstsein hat, dem ist so einiges egal, vor allem, was andere über ihn denken. Und das, was nicht egal ist, dafür steht man ja ein. Indem man „Mauern durchbricht und Mauern überwindet“.Auf die Rechtschreibfehler habe ich weniger geachtet, denn die Autorin hat selbst immer wieder auf ihre Fehler hingewiesen. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie könnte die Fehler auch mit Absicht eingebaut haben, denn man muss nicht immer unbedingt alles richtig machen 😉Fazit: Ich finde, das Buch ist sehr gelungen, indem es unterhält und bildet und persönliche Eindrücke aus den verschiedensten Bereichen zeigt. Es regt den Geist zum Nachdenken an, man fängt an, seine Erlebnisse mit den hier geschilderten zu vergleichen und vor allem Anteilnahme zu fühlen.Es lesen zu dürfen, war mir eine Ehre und hat mir viele vergnügliche Stunden bereitet.