Read Opfer - Beute - Boten der Humanisierung?: Zur künstlerischen Rezeption der Überlebensstrategien von Frauen im Bosnienkrieg und im Zweiten Weltkrieg (Gender Studies) by Marijana Erstic Online

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Der Krieg in Bosnien Herzegowina 1992 1995 gilt als ein Krieg, bei dem die systematischen Vergewaltigungen von Frauen als politische Strategie eingesetzt wurden Dies blieb nicht ohne mediales Echo Im Mittelpunkt des Bandes steht daher die Analyse von k nstlerischen Werken, die sich nach dem Krieg mit den weiblichen berlebensstrategien unter diesen Umst nden besch ftigen Erg nzt werden die Aufs tze mit berblicksartigen Beitr gen zur Geschichte des Bosnienkrieges und den Einfluss der Medien sowie mit exemplarischen Beitr gen ber die Rolle der Frauen in Deutschland und Polen um die Zeit des Zweiten Weltkrieges....

Title : Opfer - Beute - Boten der Humanisierung?: Zur künstlerischen Rezeption der Überlebensstrategien von Frauen im Bosnienkrieg und im Zweiten Weltkrieg (Gender Studies)
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ISBN : 9783837616729
ISBN13 : 978-3837616729
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : transcript Verlag Auflage 1 1 Oktober 2012
Number of Pages : 244 Seiten
File Size : 761 KB
Status : Available For Download
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Opfer - Beute - Boten der Humanisierung?: Zur künstlerischen Rezeption der Überlebensstrategien von Frauen im Bosnienkrieg und im Zweiten Weltkrieg (Gender Studies) Reviews

  • Ivica Kosak
    2019-03-21 15:40

    Unter der Überschrift " Opfer - Beute - Boten der Humanisierung? - Zur künstlerischen Rezeption der Überlebensstrategien von Frauen im Bosnienkrieg und im Zweiten Weltkrieg" erscheint ein Beitrag im Sammelband zu der Erforschung der Auseinandersetzung mit den Jugoslawienkriegen (1991-1995). Insbesondere in den Republiken mit ethnisch weitgehend heterogener Bevölkerung (Bosnien-Herzegowina, Kroatien) wurde im Krieg die Vergewaltigungen von Frauen als eine politische Strategie eingesetzt. Damit gehört dieser Krieg in die Reihe der kriegerischen Auseinandersetzungen, bei denen die körperliche und seelische Erniedrigung und die Gewalt an Frauen systematisch betrieben wurden.In der seit Jahrzehnten hitzig geführten Debatte um das Geschichtsbild des Balkans lassen sich exemplarisch die Spannungen zwischen Geschichte als objektivierter Historiografie und Geschichte im Sinne eines identitätsstiftenden Gedächtnisses beobachten. Die nicht nur bei Südslawen geführte Patriotismus-Debatte stellt sich als ein Versuch der Konservativen dar, die nationale Vergangenheit für die Durchsetzung von politischen Zielen zu instrumentalisieren, indem Geschichte durch Gedächtnis ersetzt werden soll.Eine aktuelle Ausprägung dieser Debatte ist im jüngsten Wiederaufflammen des Streites um die völkerrechtlichen Folgen des Krieges festzustellen. Im Spannungsfeld zwischen Geschichte und Gedächtnis stellt sich die Frage, ob sich ein nationales Gedächtnis herausbilden kann, wenn das kollektive Gedächtnis eines Teils der Bevölkerung demjenigen widerspricht, das ein anderer Teil der Gesellschaft als allgemein gültig postuliert und mit Hilfe der Regierung als nationales Gedächtnis von oben zu oktroyieren versucht.Die Suche nach historischer Wirklichkeit, also nach historischer Erkenntnis ('wie es wirklich war`) ist zentral für den Geschichtswissenschaftler, dagegen stellt sich die Frage, in wie weit historisches Erkennen losgelöst von individueller Erinnerung möglich ist, und so der untersuchte Gegenstand oder das untersuchte Ereignis überhaupt historische Wirklichkeit widerspiegeln kann. Geschichte und Gedächtnis stellen zwei vergleichbare - und miteinander konkurrierende - Versuche dar, eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schaffen. Es sind zwei nicht verwechselbare Einstellungen zur Vergangenheit: Während Geschichte den Anspruch auf Überprüfbarkeit und objektive Gültigkeit erhebt, ohne Teilnahme und Emotion, wobei die historischen Fragen nicht von Gegenwartsinteressen geleitet werden sollen, dient die Fiktion existenziellen Bedürfnissen von Individuen und Gemeinschaften.Ergänzend zu literarischen Werken zu diesem Thema, sind in diesem Sammelband auch die film- und literaturwissenschaftlichen Analysen über den jugoslawischen Nachfolgekrieg dargestellt, sowie die Rolle der Medien in diesem Krieg und die Rolle der Frauen in Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.