Read Die Seepolitik Philipps V. von Makedonien by Michael Kleu Online

Title : Die Seepolitik Philipps V. von Makedonien
Author :
Rating :
ISBN : 3899112369
ISBN13 : 978-3899112368
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Winkler, Dieter 6 Oktober 2015
Number of Pages : 254 Seiten
File Size : 562 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Seepolitik Philipps V. von Makedonien Reviews

  • S.A.W.
    2019-04-10 17:23

    Ich bin begeistert: Michael Kleu gelingt, woran Professoren wie Hansjoachim Gehrke (Geschichte des Hellenismus) kläglich scheitern: er kann die Zeit der Diadochen und der hellenistischen Könige spannend erzählen. Anhand der Regierungszeit Philipps V. von Makedonien vermittelt er ein spannendes Bild des Griechenlands zur Zeit der punischen Kriege.Von 221. v. Chr bis 197. v. Chr versucht Philipp das Seereich der Antigoniden wiederherzustellen und geht dabei mit Bedacht und zunächst auch mit Fortune vor. Im Bundesgenossenkrieg von 220 – 217 unterstützt er den von seinem Vorgänger gegründeten Hellenenbund gegen den Aitiolischen Bund. Er erobert Hafenstädte an der West- und Ostküste Griechenlands und stellte damit die Verbindungslinien zum Achaierbund auf dem Peloponnes her. Er entdeckt dabei den Vorteil von amphibischen Land-See-Operationen um die Aitioler am Golf von Ambrakia und 2 Wochen später in Sparta zu überraschen. Als sein Kriegsglück auf dem Höhepunkt steht, schließt er Frieden, um in Illyrien Land zu erwerben und das römische Protektorat dort einzugrenzen. Er ist aber vorsichtig genug, um sich vor der überlegenen römischen Flotte zurückzuziehen und auf seine Chance zu warten. Die ist 216 gekommen, als Hannibal die Römer bei Cannae vernichtend schlägt. Philipp schließt ein Bündnis mit dem Karthager, um die Illyrischen Gebiete erobern zu können. Er reduziert die Römer auf das Küstengebiet, erobert Skodra, Lissos und Dassaretien. Die Römer sind jedoch nicht faul und stacheln die Aitioler und Pergamon im 1. Makedonischen Krieg zum Kampf gegen Philipp auf. Die 25 Kataphrakten-Schiffe der Römer beherrschen den Golf von Korinth und erobern Ägina. Philipp ist jedoch zu Lande überlegen und erobert die Städte rund um die Thermopylen. So nebenbei entwickelt er ein Feuerleitsystem zur Warnung vor feindlichen Angriffen. Schließlich schlägt er Attalos von Pergamon und zwingt ihn zum Rückzug, ebenso erzwingt er den Frieden mit den Aitiolern. 2005 sind die Römer zum Frieden von Phoinike bereit, um den Rücken frei zu haben für den Endkampf mit Hannibal.Das eröffnet Philipp den Weg für sein ägäisches Abenteuer. Er rüstet seine Flotte auf, erobert Samos und die dortige ptolemäische Flotte, besetzt die Kykladen, die Sporaden, den Hellespont und die Propontis. Nunmehr kann er Zölle auf den gesamten Ägäis-Handel erheben und damit seine Kriege finanzieren.Die Schlacht bei Chios gegen Pergamon und Rhodos endet mit einem Unentschieden. Erfolgreich setzt Philipp dabei kleine illyrische Lemnoi-Schiffe gegen die großen Kriegsschiffe der Gegner ein und revolutioniert damit die Seekriegsführung.Erst die Römer beenden im 2. Makedonischen Krieg Philipps Vorherrschaft in der Ägäis. Nach dem Sieg über Hannibal können sie alle Kräfte gegen Makedonien werfen und es auf sein Kerngebiet reduzieren (197) Auch das Bündnis mit Antiochos III. hilft Philipp nicht, da der Seleukide ihm nicht zu Hilfe kommt. Wenig später wird auch dieser der römischen Effizienz zum Opfer fallen.Michael Kleu schreibt faszinierend und historisch akribisch. Allein in seinen zahlreichen Fußnoten lernt man mehr über den Hellenismus als in vielen Standardwerken antiker Geschichte. Kein Wunder, dass er mit dieser seiner Dissertation den Preis der Stiftung zur Förderung der Schifffahrts- u. Marinegeschichte gewonnen hat.R Opelt, Autor von